30. Mai 2024

Trotz allem ist man aber mit dem Punktgewinn gegen Bickenbach IV zufrieden

MÖRLENBACH (5.11.23)  Zum ersten Heimspiel kam die 4. Mannschaft von Freibauer Mörlenbach-Birkenau am 3. Spieltag in der Bezirksliga. In der laufenden Runde immer noch ungeschlagen kam es nach teilweise spannenden Spielverläufen am Ende zu einem wohl doch leistungsgerechten 3:3-Unentschieden. Aber auch ein Gesamtsieg war im Bereich des möglichen.

Viel Glück hatte Franz May am zweiten Brett gegen seinen gut 50 Jahre älteren Gegenspieler Hartmut Porth. Franz stellte im 14. Zug eine Leichtfigur ein, woraus kurz darauf ein ganzer Turm wurde. Alle rechneten wohl schon mit einer Niederlage, aber sein Gegenüber vernachlässigte, wohl im Gefühl des sicheren Sieges seine Königsstellung derart, daß Franz May sogar einen weiteren Turm opfern konnte und dann einfach mit der Dame Matt setzte. Dieses Matt war aber zwei, drei Züge vorher allerdings recht einfach abzuwehren gewesen.

Statt mit einer Niederlage ging man so psychologisch wichtig mit einer Führung in den weiteren Verlauf des Wettkampfes.

Luke Felgendreher hatte am dritten Brett den Ausbau der Führung fest in der Hand. Gegen Medhansh Nain einigte er sich allerdings auf ein Remis obwohl sein Endspiel Dame gegen drei Bauern klar gewonnen war. Kurios auch, nach 67 Zügen hatten beide weit mehr Zeit auf der Uhr als zu Beginn des Spiels (1 ½ Stunde für jeden Spieler + 30 Sekunden Inkrement für jeden Zug)!

Leon Toprek spielte an Brett 6 mit den weißen Steinen gegen den Bickenbacher Jugendleiter Christiof Jost, der eine Französische Verteidigungsvariante wählte. Leon spielte sehr gut, opferte sogar eine Leichtfigur für einen Mattangriff, den sein Gegenüber allerdings abwehren konnte, dafür  aber die die Figur und die Qualität wieder geben musste. Im 26. Zug unterlief Leon dann allerdings ein entscheidender Fehler. Den richtigen Zug, ein Schach abzuwehren und die Dame dazwischen zu ziehen um sie dann ggf. auch abzutauschen hatte er schon auf seinem Partieformular notiert, entschied sich dann allerdings seinen König zu ziehen. Daraus ergab sich die Folge, das er durch weitere Damenschachs seines Gegenübers seinen Turm verlor, der alleine und ungedeckt in der gegenüberliegenden Ecke stand. Leon gab daraufhin auf und Bickenbach konnte ausgleichen.

An Brett 5 hatte es Jonathan Bindewald mit einer Variante des nordischen Gambits seines Gegenübers Rainer Kuhn zu tun. Auch er spielte mit sehr gut nutzender Bedenkzeit im Laufe des Spiels immer besser, entschied sich erst spät für die lange Rochade, sein Gegner für die kurze. Trotz einer Mehrfigur und guten Angriffsmöglichkeiten mit dem Turm auf die offenen Linien der Königsstellung einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis. Auch da war wesentlich mehr drin.

Eine interessante und nach beiden Seiten hin offene Partie spielte an Brett 4 Lasse Schwabedissen gegen Axel Horn. Nach frühem Damenabtausch wurde in ein Bauernendspiel abgewickelt, wobei Lasse einen Springer und sein Gegenüber einen schwarzfeldrigen Läufer hatte. Aber für beide Seiten gab es kein richtiges Durchkommen und so einigte man sich auf ein für beide Seiten hin gerechtes Remis.

Somit stand es 2½: 2½  und wiederum musste es am Spitzenbrett entschieden werden, wie der Wettkampf ausgeht. Zunächst sah es eher nach einer Niederlage aus. Alfred Bauer spielte gegen Sören Bender, entschied sich nach reichlich langer Überlegung zu einem nicht unbedingt nötigen Qualitätsverlust. In einem dann äußerst spanenden Spiel gab sein Gegenüber dann aber mehr und mehr seinen erlangten Vorteil wieder ab und Alfred Bauer hatte an dessen Königsflügel einen eminent starken und nahezu unvertreibbaren Springer positionieren können, der den Qualitätsverlust mehr als wett machte. Hinzu kam noch der Gewinn eines Zentrumsbauern und jegliche Angriffsbemühungen seines Gegners verpufften, so das dieser schließlich ein Remisangebot abgab, das wiederum Alfred Bauer aufgrund seiner wesentlich schlechteren Bedenkzeit sofort angenommen hatte.

Somit endete der Wettkampf mit 3:3. Beim Auswärtsspiel gegen Bürstadt II (17.12.) und wiederum einem Heimspiel gegen Bickenbach III (21.1.2024) hat man jetzt noch ein richtig schweres Restprogramm, kann aber mit dem bisherigen Verlauf der Saison und der neu gegründeten Mannschaft mehr als zufrieden sein.

Letztendlich bleibt auch noch zu erwähnen einen besonderen Dank an Heiko Schneider auszusprechen. Er half maßgeblich bei der Bewirtung, machte die Bilder und unterstütze das Team bei den anschließenden Analysen der zu Ende gespielten Partien. Ebenso begrüßen durften beide Teams unseren Ehrenvorsitzenden Karl Heinz Wohlfart, der bis zum Ende des Wettkampfs seine Zeit als Zuschauer verweilte. Auch dafür herzlichen Dank!

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