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2. Bergsträßer Jugend-Grand-Prix 2026 in Mörlenbach

Bittere Niederlage unserer 4. Mannschaft

Ein Punktgewinn hätte den vorzeitigen Klassenerhalt bedeutet

Eine mehr als bittere und unerwartet hohe 0,5:5,5-Niederlage gegen den noch sieglosen Tabellenletzten SK Fürth 2 bringt unsere 4. Mannschaft in der Bezirksliga in akute Abstiegsnöte. Wie ernst es Fürth meinte, den Klassenerhalt doch noch irgendwie zu schaffen zeigte, daß ihre 1. Mannschaft, die zeitgleich im Mörlenbacher Bürgerhaus gegen unsere 2. Mannschaft spielte, zwei Bretter frei gelassen hatte und so ihre Vierte nahezu in Bestformation anrücken konnte.

Ein 3:3 Unentschieden hätte sogar gereicht die Klasse zu halten und es sah anfangs auch durchaus danach aus dies zu schaffen. Benjamin Öhlenschläger stand an Brett 4 nicht wesentlich schlechter als sein Gegenüber Hassan Alhashimy. Er spielte allerdings etwas überhastet und schnell, ließ dann leichtfertig eine Figur stehen und brachte sich so etwas später durch ein Grundlinienmatt um ein mögliches Remis. 

Auch Daniel Ivzenko an Brett 5, der gerade noch rechtzeitig zum Spiel gekommen ist, bevor es kampflos für Fürth gewertet werden konnte, hielt sich relativ gut gegen den um 800 DWZ stärkeren und erfahreneren Routinier Anton Knapp. Aber auch er brachte sich durch durch einen einzügigen Läuferverlust auf die Verliererstraße. Am Ende wurde sein König auf der Mitte des Brettes Matt gesetzt.

Einen guten Start erwischte Lionel Richter am 6. Brett gegen Johanna Knapp. Mit einem Bauerngewinn verschaffte er sich positionellen Vorteil auf dem Brett. Aber auch er stellte wenig später einzügig eine Leichtfigur und einen Bauern ein. Als er danach noch ohne Not seine Dame tauschte und seine Gegnerin noch einen Freibauern durchbrachte und so in eine Dame umwandeln konnte, war auch diese Partie gelaufen.

Sein Gegenüber Detlev Thoma fest im Griff hatte zu diesem Zeitpunkt an Brett 3 David Hering. Er spielte ruhig und überlegt, hatte gerade die Qualität gewonnen und ging mit großem Vorteil in ein Bauernendspiel über. Aber auch ihm versagten im entscheidenden Augenblick die Nerven und er stellte einzügig seinen Turm ein, der einfach mit dem Läufer zu schlagen war. Das Spiel war gelaufen und man lag mit 0:4 hoffnungslos zurück.

Eine starke Partie zeigte Fritz May an Brett 2 gegen den um 500 Punkte nominell stärkeren Noah Valdemar Rasmussen. Er stand über weite Strecken positionell besser und es gab nur einen kritischen Punkt als sein Gegenüber mit seiner Dame und einem Bauerngewinn in seine Königsstellung eindrang. Die Gier einen weiteren Bauern von Fritz zu schlagen brachte seinen Gegner dann allerdings eindeutig in erheblichen Nachteil und Fritz May hatte die große Chance, die Partie für sich zu entscheiden. Er wählte mit einem naheliegenden Springerschach allerdings die falsche Fortsetzung und bot seinem Gegenüber remis, was er nach einiger Bedenkzeit auch angenommen hatte. 

Einen Zentrumsbauern vorzuziehen, somit einen Turm anzugreifen und nebst mit der Dame mit einem Schach in die Königsstellung einzudringen wäre die eindeutig stärkere Fortsetzung gewesen. Die anschließende Verdopplung seiner Türme hätte den gegnerischen Monarchen auf der Grundlinie dann in allerhöchste Bedrängnis, wenn nicht sogar zur vorzeitigen Aufgabe gebracht. Schade Fritz, der Sieg wäre verdient für Dich gewesen…

Nicht gerade seinen besten Tag erwischte Alfred Bauer am Spitzenbrett gegen Myroslav Kostenko. Mit einem Angriffszug am Königsflügel, der leider zwei Züge zu spät kam versäumte er entscheidende Tempi und geriet so immer mehr in eine passive Verteidigungsstellung. Letztendlich war ein Matt nicht mehr zu verhindern, was den 0,5:5,5-Endstand bedeutete und man somit auf den letzten Tabellenplatz abrutschte. 

Nur 2 Brettpunkte aus den letzten 4 Spielen waren da eindeutig zu wenig. Nun muss im letzten Spiel gegen den Drittletzten SV Reichenbach, der überraschend unentschieden gegen den bislang verlustpunktfreien Tabellenführer SK Bickenbach spielte unbedingt der entscheidende Punkt gemacht werden, um den drohenden Abstieg zu vermeiden. Das Spiel findet am 22. März in Reichenbach statt.

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