oder: „Teil 2: Warum wir Euch brauchen – und zwar in den nächsten drei Wochen„
Vereine wie unser Schachclub sind einer der immer seltener werdenden Orte, an denen unsere Gesellschaft noch ganz praktisch – also physisch – zusammenkommt. Unabhängig davon, woher wir kommen und wer wir sind. Natürlich pflegen wir auch über WhatsApp interessante Gespräche. Aber Hand aufs Herz: Reicht das aus?
Wir sind es, die Zusammenhalt geben. Der Trainer, der Jugendleiter, die Vorstandsmitglieder, der Kassenwart, die Eltern, die bei Turnieren mithelfen und Fahrdienste leisten. Ohne uns gäbe es für unsere Jugendlichen einen Treffpunkt weniger, an dem ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen, um einer gemeinsamen Sache nachzugehen: dem Schach. Ohne uns gäbe es weniger Bezugspersonen, weniger „Buddies“, an denen man sich orientieren kann. Ohne uns gäbe es weniger Vorbilder dafür, wie Menschen aus ganz verschiedenen Kulturkreisen friedlich miteinander einer Sache nachgehen. So viel als Vorgeschichte. Im ersten Teil habe ich erzählt, was die Kerwe über fast fünf Jahrzehnte aus unserem Verein gemacht hat. Jetzt geht es um die Gegenwart – und die ist ernst.
2025 war ein Tiefpunkt
Im Jahr 2025 war die Kerwe für uns an einem wirklichen Tiefpunkt. Im Organisationsteam waren wir zu wenige, und alle Helfer-Aufrufe über die modernen Kommunikationsmedien fruchteten fast gar nicht. Die Folge: Für einige wenige von uns bedeutete das sieben bis acht Schichten. Fatalistisch setzten wir darauf, dass sich Leute zwar nicht eintragen, dann aber vielleicht „überraschend“ vor dem Stand stehen würden. Sich möglichst nicht festlegen und im letzten Augenblick doch kommen – das ist ein sehr modernes Phänomen. Aber es waren nur wenige, die so handelten. Andere hatten die Kerwe schlicht nicht im Terminkalender und waren nicht im Lande. Wieder andere betrieben Vogel-Strauß-Politik: Kopf in den Sand, nicht reagieren. Das tut natürlich all denen Unrecht, die wirklich nicht konnten – und erst recht all denen, die trotzdem geholfen haben. Aber unterm Strich waren es einfach viel zu wenige. Immer wieder rechnen wir in der Vorbereitungsphase vor: Wir sind mehr als 70 Mitglieder. Wenn nur die Hälfte reagiert und sich für zwei Schichten einträgt, haben wir ein Luxusproblem. Die Realität ging zuletzt leider immer stärker in die andere Richtung.
Jetzt seid Ihr dran – bis zum 24. Juli
Deshalb ganz offen: Ob wir die Kerwe 2026 durchführen können, entscheidet sich in den nächsten drei Wochen. Bitte tragt Euch bis Freitag, den 24. Juli 2026, in den Kerweplan hier ein:
Dann treffen wir die endgültige Entscheidung, ob wir 2026 dabei sein können oder nicht – ganz einfach: Wenn zu große Lücken bleiben, geht es nicht. An alle, die schon länger dabei sind: Nehmt Euch ein Herz – jetzt, nicht erst am 27. August. Tragt Euch jetzt ein, wenn irgend möglich für zwei Schichten, gerne an zwei verschiedenen Tagen.
An alle, die neu sind oder in den Vorjahren noch keine Gelegenheit hatten: Mithelfen ist kein Hexenwerk. Wir zeigen Euch vor Ort alles – das wird schon, auch wenn Ihr Bedenken habt. Wenn Ihr nicht am Stand helfen wollt oder könnt, dann vielleicht beim Auf- oder Abbau? Helfende Hände werden immer gebraucht. Und der Standdienst selbst hat seine schönen Seiten: Ihr lernt Leute kennen, die Ihr sonst nie trefft – interessante Menschen mit interessanten Geschichten. Und ein Wunsch an die Eltern unserer Jugendlichen: Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Ihr Euch für einen Tag eintragt. Auch hier gilt: Wir bringen Euch vor Ort alles bei.
Nur so geht es jetzt!
Bitte nehmt diese Nachricht sehr ernst. Überlegt, wo Ihr mithelfen könnt – Standdienst, Aufbau, Abbau. Tragt Euch bis zum 24. Juli 2026 in den Kerweplan ein, Mitglieder möglichst mit zwei Schichten. Und wenn Ihr Fragen habt: einfach melden! Die Kerwe hat unseren Verein zu dem gemacht, was er heute ist.
Ganz zum Schluss ein kleiner Anreiz und Ansporn. Die Familie, die sich an mindestens zwei Tagen eingetragen hat, erhält am Montag spätnachmittags kostenlos ein Liter Gulaschsuppe (bitte bei mir am Stand dann melden und wenn möglich ein dichtes Gefäß mitbringen. Die Suppe läßt sich einmal einfrieren und dann später noch auftauen. Vielleicht mit ein paar schönen Gedanken an die Kerwe 2026!
Ob diese Geschichte 2026 weitergeht, liegt jetzt bei uns allen!
