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2. Bergsträßer Jugend-Grand-Prix 2026 in Mörlenbach

Klassenerhalt gesichert – Freibauern mit Sieg in Eppstein!

Die 9. Runde in der Hessenliga führt uns in das malerische Taunusstädtchen Eppstein. Das Ziel an diesem Nachmittag unterhalb der Eppsteiner Burg ist die finale Sicherung der Liga, denn gewinnen wir heute, können wir auch rechnerisch nicht mehr absteigen. Dazu ziehen wir einen Trumpf aus dem Ärmel: Nicolas Clery, unser französischer internationaler Meister, ist am Samstag aus Marseille eingeflogen und kommt erstmalig in dieser Saison für uns an Brett 2 zum Einsatz. Das zeigt sofort Wirkung, denn dadurch rutschen wir alle ein Brett nach unten und damit ist bei unseren Eppsteiner Gegnern die gesamte Vorbereitung für die Katz 😊 Und so wird es irgendwie ein relativ entspannter Nachmittag, denn obwohl auch Eppstein seine nominell beste Mannschaft mit drei Titelträgern an den Start bringt, gewinnen wir knapp, aber relativ souverän mit 4,5 – 3,5. 

Den Auftakt macht Sergey an Brett 1 mit einem schnellen Remis gegen die Großmeisterin Irina Bulmaga. Ebenfalls relativ schnell remis wird es bei Heiko, der gesundheitlich angeschlagen ist und darum gegen seine sonstige Gewohnheit relativ früh remis macht. Danach dauert es eine Weile, bis Michael Schäfer und Peter Dittmar ebenfalls ein Remis beisteuern. Während Michael wohl immer ausgeglichen stand, ärgert sich Peter sehr, denn er konnte zwischendurch mit einer kleinen Kombination wohl siegversprechenden Vorteil erlangen – schade. 

Aber dann geht es zur Sache, und zwar vom Feinsten. Unser Held des Tages heißt Paulus Wohlfahrt, der in einer komplizierten Partie mit einem Turmopfer die Verteidigung seines Gegners knackt. Danach bricht der Widerstand seines Gegners Peter Raab rasch zusammen… Paulus, kannst du deine Partie bitte hier mal vorstellen!?

Dieser Sieg hat stimulierende Wirkung. Christian Böhmer steht zu diesem Zeitpunkt noch etwas zweifelhaft, aber das intensive Bemühen seines Kontrahenten Thomas Marschner, mit Figurentausch zum Remis zu kommen, scheitert an einem hässlichen kleinen Zwischenzug, nach dem bei dem Eppsteiner eine Figur vom Feld geht. Den technischen Teil erledigt Christian dann ohne Probleme. 

So liegen wir nach vier Stunden 4-2 in Führung und die Messe ist gesungen, denn ich habe gegen IM Ferenc Berebora nach einer guten Partie ein unverlierbares Endspiel auf dem Brett, bei dem es nur darum geht, ob ich den ganzen Punkt einheimse. Da ein Remis zum Mannschaftssieg reicht, mache ich meinem Gegner ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann – remis und 4,5 Punkte. 

Der tragische Held dieses Nachmittags ist ausgerechnet Nicolas. Er verwechselt in einer wilden Theorievariante gegen den „Goalgetter“ der Eppsteiner, IM Adam Popovics (5 aus 6!) irgendwo die Züge und gerät dadurch in ein unangenehmes Endspiel, welches nach einer weiteren Ungenauigkeit trotz harter Gegenwehr leider verloren geht. Wir können Nicolas beim anschließenden Bier zum Glück trösten, dass er uns trotzdem sehr geholfen hat. 

Wir haben jetzt noch zwei Spiele zu absolvieren. In 14 Tagen kommt mit Hofheim der Tabellenführer in das heimische Bürgerhaus, der sich keinen Punktverlust leisten darf, weil ihm Wolfhagen 3 und Gernsheim noch im Nacken sitzen. Und zum Saisonabschluss müssen wir am 26.4. nach Frankfurt zu den Schachfreunden von Brett vorm Kopp. Schön, dass wir diesen beiden Kämpfen jetzt mit großer Gelassenheit entgegen sehen können. 

Alle Partien hier

3 Kommentare zu „Klassenerhalt gesichert – Freibauern mit Sieg in Eppstein!

  1. Avatar von Paulus Wohlfart
    Paulus Wohlfart

    4.5 zu 3.5 sieht nach einem knappen Sieg aus. Aber der Eindruck täuscht. Peter Dittmar hatte seinen Gegner wunderschön überspielt, der konnte nur mit Glück die Partie retten. Georg hatte am dritten Brett ebenso seinen Gegner kaum eine Chance auf Gegenspiel gegeben und hätte am Ende gewinnen müssen. Mörlenbach-Birkenau war an diesem Tag besser als Eppstein. Ich bin froh, dass wir diese beiden Punkte gemeinsam geholt haben!

  2. Avatar von Paulus Wohlfart
    Paulus Wohlfart

    Und obwohl Nicolas an diesem Tag der Unglücksrabe war, war sein Einsatz Gold wert, so wie es Georg im Artikel angedeutet hat. Solch guten Spieler an den Spitzenbretter geben immer etwas mehr Sicherheit. Eppstein hatte ja auch alles versucht mit dem Einsatz von Irina Bulmaga, die in dieser Saison auch noch nicht gespielt hatte. Sergey vermutete schon im Vorfeld, dass es so kommen würde. Wahrscheinlich war er innerlich auf die Überraschung vorbereitet. Er hat nach meinem Dafürhalten seine Partie sehr kontrolliert vernünftig gespielt.

  3. Avatar von Paulus Wohlfart
    Paulus Wohlfart

    Im Gespräch mit Mario Paschke vom SV Eppstein klang etwas durch, dass sie durch den laufenden noch nicht entschiedenen Protest von Wolfhagen gegen Hofheim deprimiert waren, zumal abhängig von den Entscheidungen die unmittelbaren Abstiegskontrahenten noch profitieren könnten. Es geht also um mehr als nur die Frage, wer am Ende an der Tabellenspitze steht. Es gelang uns besser, dieses schwebende Verfahren auszublenden.

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    Paulus Wohlfart

    4.5 zu 3.5 sieht nach einem knappen Sieg aus. Aber der Eindruck täuscht. Peter Dittmar hatte seinen Gegner wunderschön überspielt, der konnte nur mit Glück die Partie retten. Georg hatte am dritten Brett ebenso seinen Gegner kaum eine Chance auf Gegenspiel gegeben und hätte am Ende gewinnen müssen. Mörlenbach-Birkenau war an diesem Tag besser als Eppstein. Ich bin froh, dass wir diese beiden Punkte gemeinsam geholt haben!

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    Paulus Wohlfart

    Und obwohl Nicolas an diesem Tag der Unglücksrabe war, war sein Einsatz Gold wert, so wie es Georg im Artikel angedeutet hat. Solch guten Spieler an den Spitzenbretter geben immer etwas mehr Sicherheit. Eppstein hatte ja auch alles versucht mit dem Einsatz von Irina Bulmaga, die in dieser Saison auch noch nicht gespielt hatte. Sergey vermutete schon im Vorfeld, dass es so kommen würde. Wahrscheinlich war er innerlich auf die Überraschung vorbereitet. Er hat nach meinem Dafürhalten seine Partie sehr kontrolliert vernünftig gespielt.

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    Paulus Wohlfart

    Im Gespräch mit Mario Paschke vom SV Eppstein klang etwas durch, dass sie durch den laufenden noch nicht entschiedenen Protest von Wolfhagen gegen Hofheim deprimiert waren, zumal abhängig von den Entscheidungen die unmittelbaren Abstiegskontrahenten noch profitieren könnten. Es geht also um mehr als nur die Frage, wer am Ende an der Tabellenspitze steht. Es gelang uns besser, dieses schwebende Verfahren auszublenden.

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