Immer Ende August und immer in Mörlenbach auf der Strasse zwischen Sportplatz und Bürgerhaus, ist unser Schachclub mit einem Gulaschsuppenstand vertreten. Hier verkaufen wir selbstgekochte Gulaschsuppe und dazu – auch wegen der Schärfe – Getränke.
Was gibt es 2026 an Änderungen: Das wichtigste ist, dass wir dieses Suppe in xxl-Format anbieten. Die bisher üblichen Suppenschlüsseln sind so nicht mehr bestellbar, auch weil sie aus Plastik bestehen. Zum ersten Mal in diesem Jahr werden wir Einmal-Suppenschlüssel verwenden, die zum größten Teil aus einem biologischen Restmaterial besteht, das bei der Extraktion von Zucker aus Zuckerrohr entsteht. Diese haben mit 350 bis 380ml ein Volumen, dass deutlich größer ist wie die bisherigen Suppenschlüssel. Den Preis haben wir etwas nach oben angepasst. Wer genau nachrechnet, wird aber feststellen, dass wir nicht die komplette Preissteigerung an unsere Gäste weitergeben.
Rechenaufgabe für kritische Nachfrager: 350ml/250ml *5,50 Euro = ?? Euro
Die Gulaschsuppe wird nach Originalrezept mit zwei veschiedenen Paprikagewürzen und etwas Cayenne-Pfeffer gewürzt. Sie besitzt eine gewisse Grundschärfe, die aber noch nicht ins Exotische abstrahlt.
Dann wollen wir in diesem Jahr eine zweite Suppe „antesten“, die kein Fleisch enthält und so wie sie ist, auch als vegan bezeichnet werden. Eine Odenwälder Linsensuppe nach Öhlenschlager-Art. Diese Suppe wird jedoch nur am Kerwemontag ausgeschenkt werden. Wir müssen uns an Herstellung und Rezept und Umfang langsam herantasten, so wie das auch für 50 Jahre geschah, als unsere Gulaschsuppe zum erstenmal so von uns angeboten wurden. Immerhin: Die Linsensuppe alleine wäre schon ein Grund mindestens zweimal unseren Stand aufzusuchen: Freitags, Samstags, oder Sonntags 1x Gulaschsuppe, und Montag dann noch mal ins vegane Reich. Übrigens: Die Zutaten zu den Suppen, die wir verkaufen, stammen wie immer aus der Region im Odenwald. Bei den Linsen bin ich mir unsicher, die könnten eine Ausnahme sein. Auch die Brötchen werden uns immer frisch von einem Bäcker im Weschnitztal angeliefert.
An Getränken wird es uns auch in diesem Jahr eine große Vielzahl geben. Mindestens ein nicht-alkoholisches Getränk wird immer billiger bleiben wie alkoholische Getränke. Wasser, Limo’s, Bembel-with-care, Bergsträßer Wein und Sekt und natürlich DORFKIND. Wer das im Weschnitztal gebraute DORFKIND Bier noch nicht kennt, hat einen weiteren Grund uns auf der Kerwe 2026 zum besuchen. Das ist kein Bier von der ganz grossen Stange, und das schmeckt man im positiven Sinne. Auch der Preis, zu dem wir das Bier anbieten, ist für die Qualität erstaunlich wenig. Wir könnten für dieses Produkt auch mehr verlangen. Tun wir aber nicht, wir sind ein Verein im Weschnitztal und dass sollen unsere Besucher auch spüren.
Der Start in unsere Kerwe 2026 war gestern anstrengend und zeitraubend. Aber zum Glück waren Werner und Lasse früh da und hatten beim Aufbau des Kerwestandes das nötige Geschick und die Fähigkeiten. Ab 13:30 wurden sie verstärkt von den Öhlenschlägers, den Landwehrs und auch Joshi (!!). Den Kühlwagen zu positionieren, erwies sich als hartes Stück Arbeit, schon wieder hat sich etwas an der Zuordnung des Platzes geändert. Aber dem Team gelang es hoffentlich befriedigend. Gondeln wurden gestellt, Getränke ein- und umgeräumt, Lichterketten installiert. Strom und Wasser sind hoffentlich funktionabel
Parallel kochten wir teilweise zu dritte in der Gastküche die Gulaschsuppe. In zwei großen Durchgängen wurde Rindfleisch angebraten und am Ende mit verschiedenen Gemüsen, Zwiebel, Salz und Gewürzen kombiniert. Das Kochen zieht sich dann etwas hin, da die Suppe ja auch gut ziehen muss. Am Ende wird mit Petersilie und zwei weiteren Geheimzutaten verfeinert und abgeschmeckt und der Durchgang dann in saubere Eimer überführt. So sieht das Gesamtergebnis aus, das anschliessend in einem Kühlraum lagert:

In diesem Jahr waren es beabsichtigt „nur“ 32 Eimer mit Suppe. Die mit weißem Deckel stammen aus dem ersten Durchgang, die mit grünem Deckel aus dem zweiten Durchgang. Wir hatten im Vorfeld beschlossen, die Gesamtmengen etwas zu reduzieren. Und hier zum noch eine Bitte an die Kerwehelfer: Gebt beim Aufwärmen der Suppe in den Kesseln immer die gleichen Anteile an Suppe aus erster und zweiten Durchgang zusammen, erkennbar an der Deckelfarbe. Das entstehende „Cuvee“ garantiert, dass die Suppe an jedem Tag ähnlich schmeckt.
Nicht ganz verschweigen will ich, dass das Kochen für uns nur 50% der Arbeit der Herstellung ist. 2-3h verbringen wir anschliessend damit, die Küche penibel zu reinigen und zu putzen. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass das der eigentliche unangenehme und anstrengende Teil. Aber wir finden die Küche vor dem Kochen immer in sehr sauberen und reinen Zustand vor und wollen natürlich auch garantieren, dass wir sie hoffentlich genauso sauber abliefern. Diese wichtige Aufräumarbeit wird in der Regel bei allen Kochsendungen natürlich nie gezeigt, oder habt ihr am Ende in der „KÜCHENSCHLACHT“ die Kandidaten ihre Utensilien putzen gesehen?
