Umkämpftes 4:4 Unentschieden zum Saisonabschluss – solide Hessenliga-Saison für die erste Mannschaft des Schachclubs Freibauer Mörlenbach-Birkenau

Mit einem hart erkämpften 4:4 bei BvK Frankfurt beendete der Schachclub Mörlenbach-Birkenau die Hessenliga-Saison mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Beide Mannschaften schenkten sich in diesem Wettkampf nichts, die Frankfurt Gastgeber benötigten noch einen Punkt zum sicheren Ligaverbleib, während die Freibauern die Saison sportlich sauber zu Ende spielen wollten. Beide Teams mussten auf jeweils drei Stammspieler verzichten. Dabei profitierte Mörlenbach-Birkenau zunächst davon, dass das sechste Brett der Frankfurter unbesetzt blieb und Michael Schäfer kampflos den ersten Punkt zur frühen Führung beisteuerte. Diese hielt jedoch nicht lange. Georg Ledge erwischte am zweiten Brett trotz intensiver Vorbereitung einen schwierigen Tag und musste sich nach rund drei Stunden geschlagen geben. Zuvor hatte Paulus Wohlfart an Brett fünf seinen Gegner aus der Eröffnung heraus klar unter Druck gesetzt, in aussichtsreicher Stellung jedoch Remis angeboten, was sein Gegner dankend ohne großes Überlegen annahm.

Georg Legde traf an Brett 2 auf Harilos Karabalis, den er an vorangegangen Begegnungen oft besiegen konnte. Diesem erwischte er jedoch einen „gebrauchten Tag“. Trotz umfangreicher Vorbereitung konnte er die Leistung am Brett nicht abrufen und verlor

Kurz darauf gingen die Frankfurter erstmals in Führung. Heiko Schneider geriet am vierten Brett vier nach origineller Eröffnungsbehandlung durch seinen Gegner früh in große Zeitnot und konnte den Vorteil seines Gegners letztlich nicht mehr kompensieren. Doch die Freibauern kamen zurück. Am Spitzenbrett zeigte Sergey Galdunts eine starke Leistung und verwertete einen kleinen, stetig ausgebauten Vorteil im Endspiel sehenswert zum Sieg. Fast wäre sogar noch mehr möglich gewesen: Christian Böhmer hatte am dritten Brett nach überzeugender Partie ein gewonnenes Endspiel erreicht, ließ den vollen Punkt jedoch nach einer übersehenen Wendung entgleiten. Ein Sieg hier hätte womöglich sogar den Mannschaftserfolg bedeutet. So lag es am Ende an den beiden Nachwuchsspielern, den Mannschaftspunkt zu sichern – und beide überzeugten. Joshi Elias Firus und Lasse Schwabedissen hielten am 7. und 8. Brett gegen nominell stärkere Gegner jeweils starke Remisen und sicherten so das verdiente 4:4.

Heiko Schneider sah sich von Anfang an Brett 4 einer originellen Eröffnungsbehandlung durch seinen Gegner, Michael Wendler, gegenüber. In lang anhaltender Zeitnotphase konnte der den Vorteil seinen Gegners nicht kompensieren und verlor.

Blick in den dicht besetzten vorderen Teil des Spielsaales. Im Hintergrund die beiden Spitzenbrett mit Sergey Galdunts und Georg Ledge. An den Tischen davor die Bretter 7 und 8 mit Joshi Elias Firus und Lasse Schwabedissen (jeweils auf der rechten Seite), die beide solide Leistungen an diesem Tag zeigten!

Sergey Galdunts lieferte auch in der letzten Partie der Saison eine sehr solide Leistung ab und überspielte im Endspiel seinen nominell gleichstarken Gegner, der aus dem Grübeln nicht mehr herauskam.

Christian Böhmer hatte an Brett 3 den Sieg schon vor Augen und musste sich am Ende trotz starker Leistung noch mit einem Unentschieden abfinden

Solide Saison im Mittelfeld nach dem Oberliga-Abstieg

Mit dem sechsten Platz in der Hessenliga kann Mörlenbach-Birkenau insgesamt eine positive Saisonbilanz ziehen. Nach dem letztjährigen Abstieg aus der Oberliga war der Klassenerhalt das erklärte Hauptziel – und dieses wurde drei Runden vor Schluss und überzeugend erreicht, was in einer starken und in größeren Teilen ausgeglichenen Liga als Erfolg zu werten ist. Auch wenn zwischenzeitlich durchaus mehr möglich schien und ein Platz unter den ersten Vier im Bereich des Realistischen lag, war auffällig, das die Freibauern bei vorhandenen Können einige Chancen ungenutzt und damit Punkte liegen ließen. Gegen das Spitzenteam aus Hofheim wäre wohl kaum mehr möglich gewesen, dennoch wäre mit etwas mehr Konstanz ein besseres Abschneiden denkbar gewesen.

Nach dem Weggang des langjährigen Spitzenspielers Vitaly Kunin galt es zudem, eine wichtige Lücke zu schließen. Umso erfreulicher war, dass Sergey Galdunts am Spitzenbrett seinen dritten oder vierten Frühling erlebte und mit einem Sieg in der letzten Partie eine herausragende Saison krönte. Gemeinsam mit den konstant starken Leistungen der weiteren Spitzenspieler Georg Ledge und Christian Böhmer bildete dies ein stabiles Fundament für den Saisonverlauf. Besonders positiv stimmt zudem der Blick nach vorne: Mit den ersten Einsätzen der Nachwuchsspieler Joshi Elias Firus und Lasse Schwabedissen konnte die Mannschaft wichtige Impulse für die Zukunft setzen. So steht unter dem Strich eine Saison, die nach dem Abstieg vor allem Stabilität und Konsolidierung bringen sollte – und genau das ist gelungen. Das umkämpfte 4:4 in Frankfurt passte damit bestens als Schlusspunkt zu einer kämpferischen und insgesamt akzeptablen Spielzeit.

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