Die zweite Mannschaft des Schachclubs Freibauer Mörlenbach/Birkenau musste in der Bezirksoberliga eine deutliche 2:6-Niederlage gegen die starke Bensheimer Auswahl hinnehmen. Was das Ergebnis nicht verrät: Die Freibauern traten mit einer stark ersatzgeschwächten Formation an, gespickt mit aufstrebenden Jugendlichen und wichtigen Rückkehrern – eine spannende Mischung, die dem Aufstiegsaspiranten aus Bensheim dennoch einen beherzten Kampf lieferte. Trotz des Engpasses zeigten sich die Freibauern kämpferisch, auch wenn die fehlende Top-Besetzung und mangelnde Wettkampfpraxis an einigen Brettern spürbar wurden.
Der Tag begann schwierig für die Freibauern. Michael Anton wählte eine zu passive Eröffnung, was seinem Gegner erlaubte, die Stellung kontinuierlich zu verbessern und die Partie schließlich für sich zu entscheiden. Auch für Alexander Vaisman wurde es eine harte Nuss: Er musste sich einem starken Königsangriff erwehren und opferte im Verlauf eine Figur gegen zwei Bauern – eine Kompensation, die am Ende nicht ausreichte, um die Niederlage abzuwenden. Ähnlich erging es Franz May, der sich zu früh auf die Verteidigung einer Bauernschwäche auf d6 fokussierte, anstatt seine Figurenentwicklung voranzutreiben, und letztlich die Waffen strecken musste. Nachwuchsspieler Luke Felgendreher kam nicht gut aus der Eröffnung, versuchte das Blatt mutig mit einem Figurenopfer gegen zwei Bauern zu wenden, fand sich am Ende aber ebenfalls in einer verlorenen Stellung wieder.
Obwohl die Freibauern mit 2:6 eine deutliche Niederlage kassierten, gab es doch auch viele Lichtblicke an diesem Wettkampftag: Thomas Bilsing zeigte sich in tadelloser Form und steuerte souverän ein sicheres Remis zum Mannschaftsergebnis bei. Ein bemerkenswerter Auftritt gelang Norman Heinze, der nach langjähriger Abstinenz sein Comeback im Schach gab. Obwohl er ohne direkten Nachteil aus der Eröffnung kam, machte sich die fehlende Wettkampfpraxis noch bemerkbar, die mit weiterem Training sich sicherlich bald einstellen wird. Hut ab vor der dieser Leistung aus dem Stand! Das Nachwuchstalent Jakob Müller musste sich am Brett mit dem sehr erfahrenen Torsten Warnk auseinandersetzen. In einem schwierigen Endspiel (Springer gegen Läufer) konnte Jakob sogar einen Mehrbauern erkämpfen! Obwohl er den Gewinnplan noch nicht erkannte, sicherte er sich mit der Annahme des Remisangebots einen hochverdienten halben Punkt gegen einen erfahrenen Gegner. Für den einzigen vollen Punkt der Freibauern sorgte unser Senior in der Mannschaft, Erich Dubois de Luchet. Er nutzte im Mittelspiel seinen Stellungsvorteil konsequent aus und fuhr den verdienten Sieg ein.









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