| Brett | SK Bad Homburg 1 | Freibauer Mörlenbach 1 | Brettpunkte |
| 1 | Sadeghi, Behrang | Galdunts, Sergey | 0:1 |
| 2 | Gold, Jan Christian | Legde, Georg | 1:0 |
| 3 | Schmidt, Walter | Schneider, Heiko | 0:1 |
| 4 | Wolf, Ulrich Martin | Arani Far, Babak | 1:0 |
| 5 | Lenz, Jonas | Schäfer, Michael | ½:½ |
| 6 | Mandalka, Justus | Schiffer, Steve | 1:0 |
| 7 | Kaliski, Erwin | Firus, Elias Joshua | 0:1 |
| 8 | Hasenpflug, Till | Schwabedissen, Lasse | ½:½ |
| Gesamtergebnis | 4,0:4,0 |
Am vergangenen Sonntag spielen wir die 4. Runde der Hessenliga in Bad Homburg. Wegen der Abwesenheit von Paulus und Christian, die das Seniorenturnier in Bad Wiessee spielen, müssen Lasse und Joshua an Brett 7 und 8 einspringen. Wir gehen darum mit geringen Erwartungen an den Start, war es gegen Bad Homburg doch schon in der Vergangenheit mit „alle Mann an Bord“ immer eng. Aber an diesem Sonntag soll es richtig gut laufen, und daran hat die Jugend einen maßgeblichen Anteil. Allerdings auf beiden Seiten, denn auch Bad Homburg bringt einige talentierte Nachwuchsspieler ans Brett und das müssen Steve Schiffer und ich schmerzvoll erfahren. Steve steht gegen seinen jungen Gegner (Geburtsjahr 2011!) schon nach der Eröffnung total passiv und muss später die Segel streichen. Und ich patze gegen das 19jährige Bad Homburger Nachwuchstalent Jan Christian Gold (mit dem Namen muss etwas Großes aus einem werden 🙂 in der Eröffnung, muss danach eine schwierige Stellung verwalten und gerate in Zeitnot in ein Mattnetz, aus dem nur ein Zug zum Remis geführt hätte – den ich mit wenigen Sekunden auf der Uhr leider nicht sehe. So sieht der Kampf nach einer Klatsche aus, nachdem auch Babak, der durch die Ausfälle an Brett 4 hochgespült worden ist, von seinem starken Gegner Ulrich Wolf böse überfahren wird.
Aber dann dreht der Wind. Nach einem Remis zwischen Michael Schäfer und Jonas Lenz zeigt zunächst Heiko, dass er ein kräftiger Angriffsspieler ist. In einem scharfen Sizilianer mit gegenläufigen Rochaden geht er auf den kurzrochierten schwarzen König los. Ich hätte zwischendurch zwar lieber mit Schwarz gespielt, aber nachdem sein Gegner Walter Schmidt mehrfach gute Gelegenheiten auf Gegenangriff auslässt, zauberte Heiko einen Mattangriff aufs Brett, aus dem es kein Entkommen mehr gibt. Starke Vorstellung!
Zwischenzeitlich bin ich fertig, laufe an den verbliebenen Brettern vorbei und traue meinen Augen kaum. Denn Lasse hat gegen seinen elostärkeren Gegner eine Qualität mehr und steht auf Gewinn, ist dann aber einen Moment unaufmerksam und gestattet seinem Gegenüber Gegenspiel, worauf er klugerweise die Notbremse zieht und Remis anbietet. Und Joshi ist kurz davor, einen Bauern zur Umwandlung zu bringen, was sein Gegner nur unter Opfer eines ganzen Turms verhindern kann. Danach steht ein Endspiel Turm und Läufer gegen Springer und drei verbundene Bauern auf dem Brett, welches nicht ganz einfach ist, aber von Joshi präzise zum Gewinn geführt wird. Wohlgemerkt gegen einen ganz erfahrenen Gegner mit DWZ 2150! Darauf kann man wirklich stolz sein.
Den Schlusspunkt setzt dann unser Großmeister. Sergey Galdunts steht wohl die ganze Partie ein kleines bisschen besser. In Zeitnot unterlaufen seinem Gegner dann ein paar Ungenauigkeiten und auf einmal kann Sergey mit seinem Turm in die gegnerische Stellung einbrechen und dort Bauern einsammeln. Der Versuch von Behrang Sadeghi, noch einen Gegenangriff zu starten, läuft dann in eine Springergabel mit Figurverlust.

Und so haben wir bei einem direkten Mitkonkurrenten um den Abstieg einen Punkt eingesammelt, der sich angesichts der Umstände des Wettkampfs gut anfühlt, auch wenn man im Nachhinein angesichts der Partien sogar von mehr hätte träumen können. Die Bad Homburger sehen das so ähnlich, nur natürlich andersherum (https://www.schachklub-bad-homburg.de/?p=33350)
Am 30.11. geht es mit einem Heimspiel gegen den Tabellenführer Wolfhagen III weiter. Das wird harte Kost…

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