Jeder Menüpunkt einzeln erklärt – Englisch/Deutsch
Hinweis zur Sprache: Nibbler besitzt ein eigenes Language-Menü in der Menüleiste. Die hier gezeigten Bezeichnungen sind die englischen Originalnamen (in dieser Form aktuell bei uns eingestellt); frühere Artikel auf dieser Seite verwendeten teils die deutsche Übersetzung. Beide beziehen sich auf dieselben Funktionen – diese Referenz nennt jeweils den englischen Menünamen und erklärt ihn auf Deutsch.
Display-Menü

Flip board (⌘F)
Dreht die Brettansicht um 180°, sodass Schwarz unten und Weiß oben steht. Rein optisch, ändert nichts an der Analyse.
Arrows
Hauptschalter für die farbigen Pfeile, die Leelas (oder der Engine) vorgeschlagene Züge auf dem Brett anzeigen. Deaktiviert man diesen Punkt, verschwinden alle Engine-Pfeile komplett, die Textanalyse rechts bleibt aber erhalten.
Piece-click spotlight
Hebt beim Anklicken einer eigenen Figur deren legale Zielfelder optisch hervor – ähnlich der Zugvorschau in vielen Online-Schachseiten.
Always show actual move (if known)
Wenn eine geladene Partie (PGN) an dieser Stelle einen tatsächlich gespielten Zug enthält, wird dieser zusätzlich als Pfeil eingeblendet – unabhängig davon, ob die Engine genau diesen Zug überhaupt in Betracht zieht. So sieht man auf einen Blick, ob der real gespielte Zug mit der Engine-Empfehlung übereinstimmt.
…with unique colour
Zusatzoption zum vorherigen Punkt: Der tatsächlich gespielte Zug bekommt eine eigene, von den übrigen Engine-Pfeilen abweichende Farbe, damit er nicht mit den regulären Vorschlägen verschmilzt.
…with outline
Weitere Zusatzoption: Der Pfeil des tatsächlich gespielten Zugs bekommt zusätzlich eine Umrandung, um ihn noch deutlicher von den übrigen Pfeilen abzuheben.
Arrowhead type ›
Untermenü zur Auswahl der Pfeilspitzen-Form (rein optische Einstellung). Die konkreten Auswahloptionen lagen uns nicht als Screenshot vor.
Arrow filter (Lc0) ›
Untermenü, mit dem sich einstellen lässt, ab welcher Visit-Schwelle bzw. wie viele von Leelas Kandidatenzügen überhaupt noch einen Pfeil auf dem Brett bekommen – nützlich, um bei vielen Kandidaten nicht den Überblick zu verlieren. Die genauen Schwellenwerte lagen uns nicht als Screenshot vor.
Arrow filter (others) ›
Dieselbe Filterfunktion wie oben, jedoch für klassische UCI-Engines (z. B. Stockfish) statt für Lc0.
Infobox stats ›
Untermenü, mit dem sich auswählen lässt, welche der Leela-Kennzahlen (N, P, Q, U, S, V, WDL usw.) im Textbereich rechts pro Zug überhaupt angezeigt werden. Die genaue Auswahlliste lag uns nicht als Screenshot vor.
PV move numbers
Schaltet ein, ob innerhalb der vorgeschlagenen Zugfolgen (PV, Principal Variation) im Textbereich die Zugnummern (1. 2. 3. …) mit angezeigt werden oder nur die reine Zugfolge.
Online API ›
Wählt die Datenquelle für Häufigkeits- bzw. Cloud-Auswertungen aus. Die Untermenüpunkte im Einzelnen:
| Option | Bedeutung |
| None | Deaktiviert jede Online-Abfrage. Es werden weder freq- noch API-Werte angezeigt (siehe unsere vorherige Analyse dazu). |
| ChessDB.cn evals | Nutzt statt Lichess die Cloud-Bewertungsdatenbank von chessdb.cn – zeigt vorberechnete Bewertungen anderer Nutzer/Engines zu bekannten Stellungen, keine Häufigkeitsstatistik im Sinne von Lichess. |
| Lichess results (masters) | Häufigkeitsdaten nur aus der Lichess-Meisterpartien-Datenbank (Partien von Titelträgern/hochklassigen Spielern) – kleinere, aber qualitativ homogenere Stichprobe. |
| Lichess results (plebs) | Häufigkeitsdaten aus allen regulären Lichess-Partien (nicht nur Meister) – deutlich größere Stichprobe, dafür mit dem üblichen Spielstärke-Mix aller Lichess-Nutzer. |
| Set Lichess API token | Öffnet das Eingabefeld für den eigenen Lichess-Zugriffstoken (erstellt unter lichess.org/account/oauth/token/create), der für die Lichess-Abfragen benötigt wird. |
Allow API after move 25
Hält die Online-Datenbankabfrage auch in späteren Stellungen (nach Zug 25) noch aktiv. Ohne diese Option stoppt die Abfrage vermutlich automatisch ab einem bestimmten Partiefortschritt, um nicht unnötig viele Anfragen an ohnehin kaum noch in der Datenbank vorhandene Tiefen-Stellungen zu schicken.
Draw PV on mouseover (⌘D)
Zeigt beim Überfahren einer vorgeschlagenen Zugfolge mit der Maus diese Folge probeweise auf dem Brett an, ohne die tatsächlich analysierte Stellung zu verändern.
Draw PV method ›
Untermenü zur Feineinstellung, wie diese Mouseover-Vorschau dargestellt wird (z. B. sofort oder schrittweise animiert). Die genauen Optionen lagen uns nicht als Screenshot vor.
Pieces ›
Untermenü zur Auswahl des Figurensatzes – hier würde auch ein eigener, über override_piece_directory in der config.json hinterlegter Figurensatz zur Auswahl stehen (siehe unser Artikel zu benutzerdefinierten Figuren).
Background ›
Untermenü zur Auswahl der Brett-/Hintergrundfarbe bzw. des Farbthemas.
Book frequency arrows
Zeichnet Häufigkeits-Pfeile auf Basis eines lokal geladenen Buchs (z. B. einer eigenen Polyglot-Datei) statt einer Online-Abfrage – funktioniert also auch ganz ohne Internetverbindung.
Lichess frequency arrows (⌘E)
Zeichnet Häufigkeits-Pfeile auf Basis der unter Online API gewählten Quelle (i. d. R. Lichess) – die Pfeildicke/-farbe spiegelt wider, wie oft ein Zug tatsächlich gespielt wurde.
Engine-Menü
Choose engine…
Öffnet den Dateidialog zur erstmaligen Auswahl der Engine-Programmdatei (z. B. lc0). Legt beim ersten Mal automatisch einen Eintrag in engines.json an.
Choose known engine…
Lädt eine bereits zuvor eingerichtete Engine erneut, ausgewählt aus einer Liste – ohne erneuten Dateidialog.
Weights ›
Untermenü zur Auswahl der Netzwerk-/Weights-Datei (.pb.gz), die die aktuell geladene Engine verwenden soll (siehe unsere Artikel zu Lc0-Netzwerken). Die konkrete Liste hängt davon ab, welche Dateien im Programmordner liegen.
Backend ›

Legt fest, über welchen Rechenweg (Hardware/Software-Schicht) Lc0 die neuronale Netz-Berechnung ausführt. Die verfügbaren Optionen im Einzelnen:
| Backend | Bedeutung |
| cuda-auto / cuda / cuda-fp16 | Nvidia-GPU-Beschleunigung über CUDA; „auto“ wählt automatisch die passende Variante, „fp16“ rechnet mit reduzierter Zahlengenauigkeit für mehr Tempo auf unterstützter Hardware. |
| cudnn-auto / cudnn / cudnn-fp16 | Wie oben, jedoch über Nvidias spezialisierte cuDNN-Bibliothek für neuronale Netze – auf unterstützten Karten oft nochmals schneller als reines CUDA. |
| blas | Reine CPU-Berechnung über eine BLAS-Bibliothek für lineare Algebra, keine GPU nötig. |
| dx12 | GPU-Beschleunigung über DirectX 12 (Windows, herstellerunabhängig für Grafikkarten mit DirectX-12-Unterstützung). |
| eigen | Reine CPU-Berechnung über die Eigen-Bibliothek – Alternative zu blas. |
| metal | GPU-Beschleunigung über Apples Metal-Schnittstelle – der relevante Backend für Mac/Apple Silicon. |
| onednn | Intels oneDNN-Bibliothek, für CPU und teils GPU optimiert. |
| opencl | Herstellerunabhängige GPU-Beschleunigung über OpenCL, funktioniert auf vielen Grafikkarten-Typen. |
| xla | Googles XLA-Compiler-Backend für beschleunigte Tensor-Berechnungen. |
| tensorflow-cc / tensorflow-cc-cpu | Berechnung über die TensorFlow-C++-Bibliothek, wahlweise mit GPU- oder reiner CPU-Nutzung. |
| onnx-cpu / onnx-cuda / onnx-dml / onnx-rocm | Berechnung über die ONNX-Runtime, je nach Variante auf CPU, Nvidia-GPU (CUDA), Windows-DirectML oder AMD-GPU (ROCm). |
| random | Spielt zufällige legale Züge ohne echte Analyse – reine Test-/Debug-Funktion, keine Spielstärke. |
| trivial | Minimal-Backend ohne echte Berechnung, ebenfalls nur zu Test-/Debug-Zwecken. |
| demux / multiplexing / roundrobin | Meta-Backends, die mehrere Grafikkarten bzw. mehrere Backend-Instanzen gemeinsam ansteuern, um die Rechenlast zu verteilen. |
Choose Syzygy path…
Öffnet den Ordnerdialog zur Auswahl des Verzeichnisses mit Syzygy-Tablebases – diese ermöglichen perfekte, tabellenbasierte Bewertung bestimmter Endspiele mit wenigen Steinen.
Unset
Entfernt den zuvor gesetzten Syzygy-Pfad wieder, sodass keine Tablebases mehr verwendet werden.
Limit – normal ›
Legt das Node- bzw. Zeitlimit für die normale, manuelle Analyse einer Stellung fest.
Limit – auto-eval / play ›
Eigenes, separates Node-/Zeitlimit speziell für die automatische Ganze-Partie-Analyse bzw. für Partien, in denen man selbst gegen die Engine spielt.
Limit by time instead of nodes
Schaltet um, ob sich die beiden obigen Limits auf eine Bedenkzeit (Sekunden) statt auf eine feste Knotenzahl (Nodes) beziehen.
Threads ›

Anzahl der CPU-Threads, die die Engine für die Suche verwenden darf (1 bis 128 in dieser Liste, zusätzlich ein Hinweiseintrag „Warning about threads“). Mehr Threads helfen vor allem bei reiner CPU-Berechnung oder bei klassischen Engines wie Stockfish; bei GPU-Backends ist der Effekt begrenzter.
Hash ›

Größe der Transpositionstabelle (Zwischenspeicher für bereits berechnete Stellungen), wählbar von 0 GB bis 120 GB, zusätzlich ein Eintrag „I want other hash options!“ für einen benutzerdefinierten Wert. Mehr Hash kann bei langen Analysen helfen, doppelte Berechnungen zu vermeiden.
MultiPV ›

Anzahl der parallel berechneten und angezeigten Hauptvarianten (1 bis 5). MultiPV 1 lässt die Engine ihre gesamte Rechenkraft auf den einen besten Zug konzentrieren; höhere Werte zeigen mehrere Kandidatenzüge gleichzeitig, verlangsamen aber die Tiefe pro Zug.
Contempt Mode ›

Legt fest, aus wessen Perspektive der Contempt-Effekt wirkt: White analysis oder Black analysis. In deinem Screenshot ist Black analysis aktiv, Contempt wirkt also zugunsten der Schwarz-Seite.
Contempt ›

Der angenommene Elo-Unterschied zum Gegner, wählbar in 50er-Schritten von 250 bis −250. In deinem Screenshot ist 200 eingestellt.
WDL Calibration Elo ›

Die eigene Elo als Berechnungsgrundlage, wählbar aus festen Stufen zwischen 3600 und 2000 (in 200er-Schritten), außerdem der Eintrag „Use default WDL“ ganz unten, der die Kalibrierung komplett ausschaltet. In deinem Screenshot ist 2200 eingestellt.
WDL Eval Objectivity ›

Ja/Nein-Schalter (Yes/No): No (Standard, bei dir aktiv) zeigt die ans Matchup angepassten, realistischen WDL-Werte; Yes hält die angezeigten Werte objektiv, während Contempt weiterhin nur die Zugauswahl beeinflusst (siehe unsere ausführliche Erklärung dazu im Contempt-Artikel).
Score Type ›

Anzeigeformat der Bewertung: WDL_mu (bei dir aktiv, empfohlen bei aktivem Contempt) oder centipawn (klassische Bauerneinheiten-Bewertung ohne WDL-Bezug).
Custom scripts ›
Untermenü für selbst hinterlegte Skripte/Makros. Die konkreten Einträge hängen von der eigenen Konfiguration ab und lagen uns nicht als Screenshot vor.
Restart engine
Beendet den laufenden Engine-Prozess vollständig und startet ihn neu – z. B. hilfreich, wenn Lc0 nach vielen Einstellungsänderungen nicht mehr reagiert.
Soft engine reset
Leichtere Variante des Neustarts: verwirft vermutlich nur den internen Suchbaum/Cache, ohne den Engine-Prozess selbst neu zu starten – dadurch schneller als ein vollständiger Restart.
Hinweis: Bei Menüpunkten, zu denen kein Untermenü-Screenshot vorlag (Arrowhead type, Arrow filter, Infobox stats, Draw PV method, Pieces, Background, Weights, Custom scripts), basiert die Erläuterung auf der Bezeichnung und dem Kontext der übrigen Optionen, nicht auf einer verifizierten Ansicht der genauen Unterpunkte.

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